Vor dem Lohne setzten die Götter den Schweiß. Jedoch, ganz ohne Geld geht es nicht. Daher hier unsere tariflichen Ausbildungsbeihilfen

Ausbildungsdauer: 3 Jahre; duales Ausbildungssystem.

Ausbildungsbeihilfe für eine 39-Stunden-Woche.

1. Ausbildungsjahr 450 €.
2. Ausbildungsjahr 555 €
3. Ausbildungsjahr 700 €

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Freisprechung 2016

Fotos und Bericht Haas, MainPost

Waren es in den vergangenen Jahren meist ein Dutzend junger Leute, die pro Jahr ihre Lehre erfolgreich beendeten und musste die Innung vor Jahrzehnten noch viel größere Lokalitäten für die Feier buchen, hat sich das merklich geändert. „Vor zehn Jahren hatten wir noch 50 Prozent mehr Auszubildende“, sagte Innungsobermeisterin Monika Henneberger auf Nachfrage dieser Redaktion. Der demografische Wandel mit rückläufigen Geburtenzahlen, der so genannte „Akademisierungswahn“ (der Drang auf weiterführende Schulen), aber auch nachlassender Ausbildungsbereitschaft der Firmen – mehrere Faktoren kumulieren sich zu dem negativen Trend. „Die Anzahl derer, die unseren Beruf können, schwindet in den letzten Jahren“, sagte Monika Henneberger und meinte zu den frisch gebackenen Gesellinnen: „Das ist Eure Chance, denn ihr werdet gebraucht.

Freilich stand am Freitag die Freude mit den erfolgreichen Prüflingen im Vordergrund, hatten doch vier von sechs jungen Damen die Prüfung geschafft. Die höchste Punktzahl erreichte dabei Lea Wratil aus Kleinlangheim, die ihre Lehre bei Karola Gartmann in Wiesenbronn absolviert hatte. Gartmann ist auch Prüfungsausschussvorsitzende und nahm zusammen mit Lydia Keim die Prüfung ab. „Schönheit hat Konjunktur“ meinte Monika Henneberger zu Beginn ihrer Rede, denn gutes Aussehen spiele eine immer wichtigere Rolle, wenn jemand Karriere machen wolle. Ausdauer und Leistungsbereitschaft, gepaart mit handwerklichem Können seien nach einer lehrreichen Ausbildungszeit die Garanten für die Zukunft. „Sie haben einen schönen Beruf gewählt, auch wenn er nicht zu hoch bezahlt ist“, wandte sich stellvertretender Landrat Robert Finster an die Absolventen und fragte sich, ob mehr die Stylisten von Fußballprofis zu bewundern sind, oder ihre Fußballkunst. Die jungen Damen hätten mit dem Gesellenbrief ein Wertpapier erlangt, das nie an Wert verliere.

Kreishandwerksmeister Michael Bissert bescheinigte den vier jungen Damen, beruflich die erste Qualifikationsrunde bestanden zu haben. Sie sollten für den weiteren Berufsweg die Lust zu Lernen als unabdingbare Voraussetzung ansehen. Das Handwerk brauche gute Fachkräfte, deswegen appellierte Bissert an die Damen, ihrem Beruf treu zu bleiben und die Chancen zu nutzen.

Freigesprochen wurden (Klammern Ausbildungsbetriebe): Lea Wratil aus Kleinlangheim (Salon Karola, Wiesenbronn), Natalie Hoffmann aus Kitzingen (Brandl & Team, Kitzingen), Ann-Kathrin Philipp aus Mainbernheim (Firma Henneberger, Mainbernheim), Sabrina Schrauth aus Mainbernheim (Thomas Walter, Kitzingen).

 

Freisprechung 2015

 

Friseurinnen mit Gratulanten: Theresa Richard (von links), Obermeisterin Monika Henneberger, Christine Lutsch, Fachlehrerin Karin Wallaschek, Isabel Wagner, Fachlehrerin Beate Nagel, Laura Schäfer, Prüfungsleiterin Karola Garthmann, Julia Kohl; es fehlt Tina Oberländer

Friseurinnung Kitzingen hat sechs neue Fachkräfte. Bei der Freisprechungsfeier in Rödelsee sprachen Obermeisterin Monika Henneberger und Kreishandwerksmeister Michael Bissert die jungen Handwerksgesellinnen von ihren Verpflichtungen als Auszubildende frei.

Die Freisprechungsfeier steht für Henneberger zwar am Ende einer jahrhundertealten Tradition, ist aber gleichzeitig so jung und lebendig wie eh und je. Das Bestehen der Gesellenprüfung beweise, dass die jungen Friseurinnen nun in der Lage seien, gute handwerkliche Arbeit zu leisten. Sie seien gut ausgebildete, kreative und motivierte Menschen wie sie das Handwerk brauche. Ausdauer und Leistungsbereitschaft gepaart mit handwerklichem Können seien Garanten für eine gesicherte Zukunft, sagte die Obermeisterin weiter. Immer am Puls der Zeit zu sein laute die neue Herausforderung, denn es gelte sich einen kleinen Kundenstamm aufzubauen, diesen vielleicht zu erweitern und für den Betrieb neue Kunden zu gewinnen. Henneberger rief dazu auf Leidenschaft, Qualitätsbewusstsein, Einfühlungsvermögen und Sicherheit in der handwerklichen Tätigkeit zu entwickeln.

Der stellvertretende Landrat Paul Streng beschrieb das Friseurhandwerk als einen der ältesten Handwerksberufe überhaupt. Die jungen Gesellinnen hätten sich durch ihre Ausbildung durchgeschnitten, durchgefönt und durchgestylt. Dank engagierter Ausbilder und Lehrkräfte sei ihnen das Friseurhandwerk beigebracht worden. Nach erfolgreicher Gesellenprüfung hätten sie nun die Befähigung schwarz auf weiß, damit sich Menschen glücklicher fühlen

Als Vertreter der Stadt Kitzingen blickte zweiter Bürgermeister Klaus Heisel auf die Zeit seiner ersten Friseurbesuche zurück, als er von gepflegter Einrichtung, Duft in der Luft und einem sehr gepflegten Friseur im weißen Kittel erwartet wurde. Dieses Bild aus Kindheitserinnerungen habe sich stark verändert. Heisel legte den Absolventinnen daher ans Herz sich intensiv um einen Kunden zu kümmern, damit sich – wie damals – Ruhe und Entspannung einstelle.

Die Freisprechungsfeier bedeutet für Kreishandwerksmeister Michael Bissert eine Symbiose aus Tradition und Moderne im Handwerk. Wenn die Absolventen durch die Freisprechung von ihren rechten und Pflichten entbunden seien, gelte ihr Wort etwas.

Bissert rief dazu auf, dem Friseurhandwerk als einem der schönsten Berufe der Welt treu zu bleiben, sich Können und Wissen nicht nur zu bewahren sondern immer auf dem neuesten Stand zu halten.

Prüfungsleiterin Karola Garthmann berichtete aus dem Verlauf der Prüfungen, bei denen den Absolventinnen allerhand abverlangt worden sei. Von den sieben zur Prüfung angetretenen Prüflingen waren sechs erfolgreich. Die jungen Gesellinnen: Julia Kohl (Salon Krüger, Kitzingen), Christine Lutsch (Salon Abschnitt, Iphofen), Tina Oberländer (Prüfungsbeste, Salon Thomas Walter, Kitzingen), Theresa Richard (Schnitt und Stich, Kitzingen), Laura Schäfer (Friseurteam Alfred Walter, Schwarzach), Isabel Wagner (Salon Karola, Wiesenbronn).

Landesinnungsverband des bayerischen Friseurhandwerks

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